Improvisation auf dem Monte Vérità

Vor einiger Zeit wurde ich zu einem Besuch einer - hier in Locarno- gegründeten Klangimprovisationsgruppe eingeladen.

Welch Staunen: statt einfach mal reinzuhören wurde ich aufgefordert, gleich mit zu wirken ... Doch ich war ja musikalisch ungebildet, spielte kein Instrument und hatte auch gar keines bei mir. Alles kein Problem ... Hinter einem Vorhang wurde eine alte Kiste mit einem noch älteren Akkordeon hervorgeklaubt, welches ich auf meinen Schoss gesetzt bekam.
Nun ging's los...

»Ferienwohnungen «Attica» und «Arcata» mieten.
»Ferienhaus «Rustico Pila» mieten.

Jedenfalls hat mir dieses Erlebnis den Ärmel reingezogen, so dass ich seither Mitglied dieser Improvisationsgruppe bin. «Improvisation als Lebenshaltung» , sowohl in der Musik als auch im praktischen Alltag.



Während dieser Zeit wurde unsere Gruppe verschiedentlich eingeladen, im Rahmen diverser musikalischen Aktivitäten aufzutreten, unter anderem auch auf dem Monte Verità.

Die Bestrebungen dieser Arbeit gehen dahin, bedingungslos anzunehmen, was ist. Jeder und alles darf sein wie es ist. Gespräch ohne Worte. Das Zusammenklingen kann in konventioneller Hinsicht schräg tönen. Doch je mehr man es schafft, sich diesen Klängen und Disonnanzen gegenüber zu öffnen, desto spannender und interessanter wird die Angelegenheit.

«Das Leben hier im Tessin scheint besonders zum Erüben der Fähigkeit, die Dinge zu nehmen wie sie sind und sie gleichzeit zu lieben, prädestiniert zu sein.»


Rein äusserlich gibt es Arbeit in endloser Fülle. Das Unperfekte annehmen, mit ihm zu leben, ohne es verwahrlosen zu lassen (Beispiel: alte, zerfallenden Steinmauern ...)

Oft nehmen die Angelegenheiten des Alltags in der Wirklichkeit einen anderen Lauf als in der Vorstellung. Dann gilt es eben, sich in Flexibilität zu üben – eben zu improvisieren – was es jedoch stets von Willkür zu unterscheiden gilt.

Pila als Ort des Kulturschaffens, eine Vision, der wir leise entgegensteuern.

Wir bieten Raum und Rahmen dafür.

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